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Alt 09.12.2007, 11:22   #1 (permalink)
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Standard Säure, Öl und Insektenspray helfen gegen Daten

Die zehn skurrilsten Datenträgerpannen des Jahres 2007

Eine Katastrophe: Der USB-Stick mit dem Businessplan, die Speicherkarte mit Hochszeitsfotos oder die Festplatte mit wichtigen wissenschaftlichen Daten sind futsch. Datenrettungsexperten helfen auch in aussichtslosen Fällen. Am Ende eines Jahres veröffentlichen sie dann eine Liste mit ihren Lieblingspannen. Ganz ohne Schadenfreude versteht sich - die Daten konnten sie ja retten.

Vielen Computernutzern ist das schon passiert: Sie haben versehentlich wichtige Daten gelöscht. Oft lassen sich diese einfach wieder aus dem Papierkorb fischen oder mit einem speziellen Programm restaurieren. Schwieriger wird es, wenn der Datenträger beschädigt wird. Dann müssen professionelle Datenretter ran. Die sehen sich oft ungewöhnlichen Herausforderungen gegenüber.

Eine Frau sagte im Jahr 2007 den Technikern, sie hätte ihre Daten weggewaschen - und meinte damit, sie habe ihren USB-Stick versehentlich in die Waschmaschine gesteckt und kam anschließend nicht mehr an die Daten heran. Weniger sauber dürfte hingegen der USB-Stick eines Vaters gewesen sein, der ihm bei Füttern seiner kleinen Tochter aus der Hemdtasche rutschte - und in ihrem Apfelmus landete.

Dass man seinen Laptop bei Aktivitäten an der frischen Luft besser zuhause lässt, bewies ein Angler: Er wollte sich das Warten auf den Fisch mit Computerspielen vertreiben. Als er in seinem Ruderboot aufstand, fiel er samt Rechner ins Wasser. Peinlich wurde es für einen Fotografen: Er bemerkte zwei Tage, bevor ein Brautpaar aus den Flitterwochen zurückkam, dass er versehentlich die Fotos ihrer Hochzeit mit den Bildern einer anderen Hochzeit überschrieben hatte.

Dass beim Umgang mit manchen Chemikalien Vorsicht geboten ist, lernen Kinder schon in der Schule. Manche vergessen diese Lektion im Laufe der Jahre: Ein Wissenschaftler verschüttete versehentlich Säure über seine Festplatte und lös(ch)te wichtige Daten darauf.

Im Streit warf ein hitzköpfiger australischer Geschäftsmann seinen USB-Stick nach seinem Partner. Der Stick mit wichtigen Firmendaten fiel auf den Boden und zerbrach. Eine besondere Herausforderung für die Techniker stellten einige CDs dar. Sie waren das einzige, was einen Bürobrand überlebte - allerdings waren sie mit der Innenseite der Hülle verschmolzen.

Traditionelle Heimwerkermethoden sollte man tunlichst nicht auf Computerkomponenten anwenden, erlebte ein britischer Wissenschaftler: Die Festplatte seines Rechners quietschte und gegen Quietschen hilft bekanntlich Öl. Also bohrte er ein Loch in das Gehäuse der Festplatte und goss Öl hinein. Das stoppte das Qietschen - und die Festplatte gleich mit.

Um einen Fallschirm zu auszuprobieren, hängten die Tester eine Kamera daran und warfen sie aus einem Flugzeug. Zum Glück führten sie den Test mit einem unbelebten Gegenstand aus, denn der Fallschirm versagte seinen Dienst. Nun galt es, die Daten aus dem zerstörten Speichermedium wieder herzustellen.

Den Spitzenplatz auf der Rangliste belegt schließlich ein thailändischer Fotograf: Er musste feststellen, dass sich Ameisen in seiner externe Festplatte angesiedelt hatten. Um sie wieder loszuwerden, schraubte er das Gehäuse auf und rückte den Tieren mit Insektenspray zuleibe. Er tötete damit die Ameisen - und dummerweise auch seine Daten. Nach Angaben von Kroll konnten die Techniker in allen Fällen den Nutzern in ihrer Not helfen und die Daten wiederherstellen.
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Gonz11 (12.12.2007)
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