107 beleuchtete Tasten für Büro- und Zocker-Glück
Ein wenig blau: Gaming-Tastatur Razer Lycosa im Test
Michael Knott
Nicht nur professionelle Gamer finden Gefallen an Razers neuester Tastatur mit dem Namen Lycosa. Auch Schreibtischtäter stehen auf beleuchtete Tasten, kürzeste Reaktionszeiten und eine klare Formensprache.
Auf den ersten Blick sind sämtliche Tasten schwarz. Selbst die Beschriftung ist je nach Blickwinkel kaum auszumachen. Erst nachdem die Razer Lycosa, benannt nach der Wolfsspinne, mit Strom über USB versorgt ist, fangen die einzelnen Tasten an zu leuchten. Dann erscheint ein völlig normales Tastenlayout, wie es an unzähligen anderen Modellen zu finden ist.
Bei Nacht und ohne Strom sind selbst Razer-Raubtiere schwarz.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Gaming-Tastaturen, wie beispielsweise Logitechs G15, wirkt das Razer-Modell eher nüchtern. Keine überfrachteten Schalterwüsten, keine wie an der Perlenschnur aufgereihten Extra-Tasten. Lediglich in der rechten oberen Ecke durchbricht eine Sensorfläche mit sieben Multimediaknöpfen das Understatement der restlichen Tastatur.
Schwarz fahren: Schmutzanfällige Oberfläche
Dieses ist in stark glänzender Klavierlack-Optik gehalten und zieht Fingerabdrücke magisch an. Glücklicherweise erfuhr die optional anschraubbare Handballenauflage nicht das gleiche Styling. Ebenfalls schwarz, dafür mattiert, muss hier nicht ständig mit einem Mikrofasertuch Hand angelegt werden. Leider ist sie dafür auch nicht gepolstert, was vor allem bei längeren Spielsessions oder Arbeitseinlagen negativ auffällt.
Die Verarbeitung liegt auf hohem Razer-Niveau. Auf der Rückseite der Tastatur sorgen vier Gummiflächen für einen sicheren Stand auf dem Schreibtisch; zwei ausklappbare Standfüße sind für die passende Ergonomie verantwortlich.
Razer Lycosa: Nicht nur für Gamer: Mit der Lycosa, benannt nach der Wolfsspinne, bringt Razer eine neue universell einsetzbare Tastatur auf den Markt. Kostenpunkt: 80 Euro.
Razer Lycosa: Die ungepolsterte Handballenauflage kann wahlweise an- und abgeschraubt werden.
[IMG]Razer Lycosa: Auf der Rückseite befindet sich neben passenden Headset-Anschlüssen auch ein USB-2.0-Anschluss.[/IMG]
Razer Lycosa: Auf der Rückseite befindet sich neben passenden Headset-Anschlüssen auch ein USB-2.0-Anschluss.
Razer Lycosa: Volle Anschlussvielfalt: Ein dicker Kabelbstrang endet in zwei USB- sowie zwei 3,5-Millimeter-Anschlüssen.
Razer Lycosa: Die Rückseite der Gaming-Tastatur Lycosa von Razer.
Razer Lycosa: Ohne Strom sind alle Tasten schwarz. Erst bei anliegendem USB-Strom werden sie blau illuminiert. Leider ist die Intensität dieser Beleuchtung recht schwach.
Razer Lycosa: Drei unterschiedliche Beleuchtungsmodi sind wählbar: Alle Tasten an...
Razer Lycosa: ...oder nur die für Spieler wichtigen WASD-Tasten. Die im Bild erkennbaren Multimediatasten sind berührungsempfindlich.
Sämtliche Tasten bis auf das Sensorfeld sind gummiert und bieten den Fingern auch in kniffligen Spielsituationen hervorragenden Halt. Auch wenn die Fingerkuppen im Eifer des Gefechts ein wenig feucht werden, rutschen sie nicht ab. Dank 1.000 Hz Ultrapolling liegt die Reaktionszeit laut Razer bei nur einer Millisekunde. Die meisten Anwender werden hiervon in der Praxis nicht viel bemerken; Profi-Gamer wissen es in jedem Falle zu schätzen.
Für diesen Test erhielten wir von Razer eine Vorabversion mit amerikanischem Tastenlayout - dies bedeutet, dass die Buchstaben "Z" und "Y" vertauscht sind. Auch die deutschen Umlaute fehlen. Der geringe Hub ist sowohl beim Schreiben als auch beim Spielen sehr angenehm. Allein der etwas klickige Sound der Anschläge trübt das ansonsten positive Bild. Sämtliche Tasten bis auf das Sensorfeld sind gummiert und bieten den Fingern auch in kniffligen Spielsituationen hervorragenden Halt. Auch wenn die Fingerkuppen im Eifer des Gefechts ein wenig feucht werden, rutschen sie nicht ab. Dank 1.000 Hz Ultrapolling liegt die Reaktionszeit laut Razer bei nur einer Millisekunde. Die meisten Anwender werden hiervon in der Praxis nicht viel bemerken; Profi-Gamer wissen es in jedem Falle zu schätzen.
Für diesen Test erhielten wir von Razer eine Vorabversion mit amerikanischem Tastenlayout - dies bedeutet, dass die Buchstaben "Z" und "Y" vertauscht sind. Auch die deutschen Umlaute fehlen. Der geringe Hub ist sowohl beim Schreiben als auch beim Spielen sehr angenehm. Allein der etwas klickige Sound der Anschläge trübt das ansonsten positive Bild.
Dickes Kabelende, dicke Anschlussmöglichkeiten
Ungewöhnlich sind die vielen Anschlussmöglichkeiten der Lycosa: Das dicke Kabel endet gleich in zwei USB-Anschlüssen und zwei weiteren 3,5-Millimeter-Kabeln für Mikrofon- und Kopfhörer-Ausgang. Korrekt verdrahtet, lassen sich im Betrieb sowohl Kopfhörer als auch Mikrofon direkt an der Tastatur anschließen. Dies ist vor allem für Headset-Nutzer von Vorteil.
Viele Anschlussmöglichkeiten für Headset-Träger.
Über den Extra-USB-Anschluss der Tastatur mit voller USB-2.0-Geschwindigkeit finden Speicher-Sticks genauso Zugang wie die Gamer-Maus. Das lästige Verkabeln der Peripherie hinter dem Schreibtisch entfällt.
Die Beleuchtung der Lycosa-Tastatur fällt wesentlich schwächer als erwartet aus. Zwar gelangt über das gesamte Tastenfeld gleichmäßig viel Licht; je nach Blickwinkel nimmt die Intensität allerdings deutlich ab. Aufgrund der bei ausgeschalteter Beleuchtung kaum erkennbaren Beschriftung sollte man die Anordnung der Tasten schon genau kennen, um fehlerfrei schreiben zu können.
Blau werden: Beleuchtung
Die Art der Illumination kann in drei Stufen variiert werden. So erstrahlen entweder alle Tasten in blauer Hintergrundbeleuchtung, überhaupt keine oder nur die für Gamer wichtigen WASD-Tasten. Nutzer können die Beleuchtung über die Sensorfläche mit einer Bewegung ein- und ausschalten.
Blau, aber für den Farben-Vollrausch reicht das nicht: Die in drei Stufen regelbare Beleuchtung ist nicht sehr intensiv und stark blickwinkelabhängig
Die fehlenden Makrotasten sind zu verschmerzen, denn jeder einzelne Drücker lässt sich mittels der beiligenden Software mit einem Makro belegen. Über zehn abspeicherbare Profile werden die einzelnen Makros dann aktiviert. Die Makros funktionieren selbstverständlich nicht nur bei Spielen, sondern auch unter Photoshop und anderen Programmen.
Fazit: Tiefstapelndes Zockerwerkzeug
Zum Preis von 80 Euro bietet die Razer Lycosa Gamern ein würdiges Arbeitsumfeld. Gegen den Trend stecken die Tasten in einer eher unauffälligen Verpackung und fallen vielleicht sogar gerade aus diesem Grund auf Lan-Partys und Wettbewerben auf. Einzig die blaue, aber nicht sehr intensive Beleuchtung und das berührungsempfindliche Multimediafeld sorgen für ein wenig Extravaganz.
Daher eignet sich die Lycosa nicht nur zum Zocken, sondern auch für eintönige Büro- und Schreibarbeit. Der angenehme Hub, die praktischen Makros, griffig gummierte Tasten und die schnelle Reaktionszeit überzeugen auch im Alltag auf ganzer Linie.
Quelle: [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ]
kabellose tastaturen sucken. und was meinste wieviel strom die frisst ... wenn du die kabellos laufen lassen willst ... viel spaß
außerdem ist sie in erster linie für zocker gedacht, wo es hauptsächlich auf schnelle reaktion ankommt. mit nem kabel hat man halt immer noch die schnellste übertragung.
mfg