Das Europäische Parlament hat die Mitglieder der Europäischen Union dazu aufgefordert, einen Plan zur Kriminalisierung von Urheberrechtsverstößen voranzutreiben. Ein Entwurf, der bereits im letzten Jahr vorgelegt wurde, soll nun von den Mitgliedsstaaten abgesegnet werden.
Das EU-Gesetz würde neue Regelungen für die Bestrafung bei Urheberrechtsverletzungen mitbringen. Beispielsweise würde es auch das Herunterladen von geschützten Dateien unter Strafe stellen, allerdings nur, wenn kommerzielle Beweggründe dahinter stehen. Bisher war nur der Upload derartiger Dateien strafbar.
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Der aktivste Unterstützer der Gesetzesvorlage ist der Italiener Nicola Zingaretti. "Organisiertes Verbrechen findet man weltweit und nimmt keine Rücksicht auf Grenzen. Wir wollen sicherstellen, dass Fälscher innerhalb der EU bestraft werden können", sagte Zingaretti in einer Stellungnahme.
Er betonte, dass man mit dem Gesetz organisiertes Verbrechen im Stile der Mafia bekämpfen will. Es soll nicht darum gehen, Kinder für das Herunterladen von Musik zu bestrafen. Allerdings wird der Gesetzesentwurf für viele Diskussionen sorgen, denn bisher wurde noch kein Kriminalgesetz EU-weit eingeführt.