Studie: Deutsche laden weniger Musik illegal herunter
Rückgang um 16 Prozent, rechtlicher Druck sei Grund
Im Jahr 2007 haben die Deutschen weniger urheberrechtlich geschützte [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] heruntergeladen als noch im Jahr zuvor. Das geht aus einer Studie des Bundesverbands Musikindustrie hervor. Weiterhin würden die Nutzer erstmalig mehr kostenpflichtige Musikdownloads abrufen als illegale in Tauschbörsen. Grund sei der rechtliche Druck, heißt es vom Bundesverband. [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ]
312 Millionen Downloads von urheberrechtlich geschützten Songs verzeichnete die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Bundesverbands Musikindustrie für das Jahr 2007. Das sind 62 Millionen Songs und damit über 16 Prozent weniger als 2006. Vorsitzender Dieter Gorny sieht den massiven rechtlichen Druck als Grund für den Erfolg.
Weniger illegale Downloads: Studie des Bundesverbands Musikindustrie.
Der Studie zufolge kaufen mittlerweile mehr Menschen die Musiktitel legal und kostenpflichtig im Internet, als sie per [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] illegalerweise herunterzuladen. Trotzdem seien nach wie vor zehn Mal so viele illegal erworbene Musiktitel im Umlauf als rechtmäßige. Gorny fordert daher: "Unser Ziel ist es, die Internet-Piraterie auf ein tolerables Maß zu reduzieren. Dabei setzen wir neben individueller Rechtsverfolgung vor allem auf mehr Verantwortung bei den Providern." Konkrete Handlungsempfehlungen an die ISP gab es indes noch nicht, Netzneutralität scheint nach Ansicht von Gorny offenbar verhandelbar zu sein.
Einen weiteren Trend zeigt die Brennerstudie auf: Die Zahl der gebrannten Rohlinge für CDs und DVDs ging im Jahr 2007 von 766 Millionen auf 685 Millionen zurück. Grund sei, dass zunehmend mobile Geräte oder Festplatten zur Archivierung verwendet würden. Nach wie vor brennt jeder zweite Deutsche regelmäßig optische Medien.