E-Plus: Ende des klassischen Mobilfunks ist in Sicht
Im Gespräch mit der Berliner Zeitung, erklärte Thorsten Dirks, Chef von E-Plus, dass ein Ende des klassischen Mobilfunks wie wir ihn kennen in Sicht ist. Die Rolle der Mobilfunkanbieter sieht er eigenen Angaben zufolge künftig als reine Datentransporteure.
Seiner Meinung nach werden E-Plus, T-Mobile und Co. auf lange Sicht nur noch Pauschalpreise für den Datenverkehr anbieten. Handy-Gespräche würden dann mittels Voice-over-IP geführt, erklärte Dirks. Um für die Umwälzung des Mobilfunkmarktes gerüstet zu sein, will das Unternehmen den Großteil seiner Investitionen in diesem Jahr in das UMTS-Netz stecken.
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Wie Dirks weiter berichtet, sollen die bisherigen GSM-Frequenzen künftig auch für UMTS genutzt werden dürfen. Hier sieht er jedoch ein Ungleichgewicht, da T-Mobile und Vodafone mehr als doppelt so viel Spektrum um 900 MHz-Frequenzbereich hätten, als E-Plus und O2 im 1800 MHz-Frequenzbereich.
Um den Ausbau weiter voranzutreiben fordert Dirks daher, die Frequenzen gerecht unter den vier Mobilfunkern in Deutschland aufzuteilen. Darüber hinaus sollten seiner Meinung nach die freien Frequenzen für die analoge TV-Übertragung zur Breitbandversorgung im ländlichen Raum genutzt werden.