Mit der Agenda 2010 wollte Gerhard Schröder die SPD zu einer Fortschrittspartei machen. Doch vom Programm der Härte will Kurt Beck heute nichts mehr wissen. Sein Konzept fußt auf Wohlfühlen - und wird den Genossen schwere Zeiten bringen.
[Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] Berlin - Diese Woche begeht die SPD ein Jubiläum, aber sie verschweigt es verschämt, anstatt sich dafür zu feiern. An diesem Freitag wird es fünf Jahre her sein, dass Bundeskanzler Gerhard Schröder im Bundestag zum Rednerpult schritt und eine Rede halten sollte, deren Inhalt bis heute mit dem Begriff der Agenda 2010 zusammengefasst wird. Es war eine ungeheuer mutige Rede, bei der auch dem politischen Gegner vor Respekt das Blut gefror. Edmund Stoiber war später ehrlich genug zuzugeben, dass er wie gebannt vor dem Fernseher saß.
Die Agenda 2010 war Schröders zweiter Versuch, die SPD zu einer Fortschrittspartei zu machen, die Fortschritt nicht mehr als Verteilung von mehr und mehr Umverteilung von oben nach unten begriff.
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